Doofe Outtakes

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Outtakes sind doof. Weil sie nur die Fehler zeigen, die beim Dreh passiert sind. Die zahlreichen gelungenen Szenen zeigen sie nicht. Man könnte anhand von Outtakes schnell zu dem Schluss kommen, der Schauspieler kriegt es nicht mal auf die Kette, zehn Sätze hintereinander fehlerfrei aufzusagen. Man sieht in den Outtakes auch nie, wie viel Zeit der Schauspieler überhaupt hatte, den Text einzustudieren – oder eben auch wie wenig.*

Würde man die ganzen guten Aufnahmen zusammenschneiden, in denen Schauspieler und Regisseur aber immer wieder einen einzigen Satz durchkauen, nur um an Feinheiten des Schauspiels und/oder an der Betonung zu arbeiten – es wäre vermutlich ziemlich dröge. Stattdessen sieht der Zuschauer nur die Fehler. Und nicht, dass der Schauspieler zum Beispiel auch auf ein mehrköpfiges Team hinter der Kamera blickt, das ihn wiederum erwartungsvoll ansieht und noch auf einen Regisseur reagieren muss, dem selbst bei gelungenen Szenen noch etwas auf- oder einfällt.

Deshalb sind Outtakes eigentlich doof.

Aber sie sind – wie im Falle des „dash.time“-Clips für Emotion Touch – eben auch unheimlich lustig. :)

Also, auch wenn es nicht so aussieht: Hast Du super gemacht, Roland Sapper, vielen Dank für die tolle Zusammenarbeit!

*bei dieser Produktion wurden die letzten Text-Änderungen beispielsweise fünfzehn Minuten vor Drehbeginn aufgeschrieben.

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