Dubiose Geschäfte

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Kleiner Zeitsprung, ungefähr neun Jahre zurück: Mit meiner damaligen Agentur wurde ich zu einem Termin mit einem potenziellen Neukunden in der Nähe von Düsseldorf eingeladen. Der Besitzer einer Bekleidungsmarke  suchte eine PR-Agentur. Namen der Marke habe ich vergessen, war aber nichts Megabekanntes. Der Inhaber stellte sich mit Agissilaos Kourkoudialos vor, mein Partner und ich sollten ihn einfach Lakis nennen. Das Treffen lief zunächst gut, auch wenn Lakis offenbar nicht wirklich daran interessiert war, was wir als Agentur bislang so gemacht hatten, welche Kunden wir im Portfolio hatten etc. Egal, es sah so aus, als würde man ins Geschäft kommen. Aber dann nahm das Gespräch eine plötzliche Wendung.

Lakis sagte zunächst, dass er ja Geschäfte bevorzugt, von denen alle Parteien etwas haben. „Eine Hand wäscht die andere“ und so. Dann wurde er deutlicher: Wenn er uns als Agentur beauftragt, wäre es ja in seinen Augen nur fair, wenn wir das dann verdiente Geld irgendwie auch wieder investieren würden – und zwar bei ihm. Er hatte auch schon einen konkreten Vorschlag: Immobilien. Er verfüge da über sehr interessante Objekte mit Eigentumswohnungen in Leipzig, die in den kommenden Jahren selbstverständlich im Wert steigen würden. Es wäre eine Anlage für die Zukunft und außerdem könnten wir die Immobilien auch noch steuerlich absetzen – die perfekte Lösung für alle! Sein ebenfalls am Tisch sitzender Finanzberater, den wir noch durch ein früheres Projekt kannten und der auch den Kontakt zu Lakis hergestellt hatte, bestätigte diese Aussage und sagte, dass er selbst auch drei Wohnungen als Wertanlage gekauft hätte. Die arme Sau, ey.

Dieses „Bezahlmodell“ entsprach allerdings nicht unseren Vorstellungen. Wir erklärten Lakis, dass er ja durch die dann erfolgende Agenturarbeit bereits einen Gegenwert erhalten würde und sahen nicht ein, warum wir ihm quasi zusätzliches Geld zurück spielen sollten. Irgendwann brachte er es dann noch mal auf den Punkt: Entweder wir würden Immobilien von ihm kaufen, oder wir werden eben nicht als Agentur beauftragt. Hinzu kam übrigens noch, dass wir keine Zeit bekamen, um uns vielleicht die Objekte vor Ort einmal anzuschauen. Wir sollten zeitnah entscheiden – und mehr oder weniger blind investieren. Wir lehnten dankend ab und verließen anschließend auch direkt das Büro.

Vor ein paar Tagen schlug dann folgende PRESSEMELDUNG in meinem Postfach auf.

Dazu schaut bitte unbedingt auch noch diesen TV-Beitrag von WDR Sport inside vom März 2014.

Nun ja: Alles richtig gemacht damals, Matthias.

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