Warum mich der Ukraine-Krieg nicht ängstigt

In den vergangenen Tagen habe ich durch mehrere Gespräche in meinem Bekanntenkreis wahrgenommen, wie massiv der Krieg in der Ukraine und die möglichen Auswirkungen auf Deutschland bzw. Westeuropa einige Menschen seelisch belastet, wie groß ihre Angst ist. Auch wenn ich sicherlich kein Politik-Experte bin, sondern eher das große Ganze sehe, möchte ich hier mal meine Gedanken dazu aufschreiben – in der Hoffnung, dass sie eventuell den einen oder anderen negativen Gedanken von Euch zerstreuen mögen.

Zunächst muss man sich in meinen Augen klar machen, wodurch diese Angst überhaupt erst derart stark entstehen kann. Ganz platt gesagt: Durch die Berichterstattung, also durch die Medien. In der Publizistikwissenschaft und der Kommunikationsforschung spricht man vom „Agenda Setting Approach“ oder auch Thematisierungstheorie. Nach diesem Ansatz bestimmen die Massenmedien, was auf die Agenda der Gesellschaft kommt, also worüber man so tagtäglich spricht. Logisch, oder? Dafür gibt es ja auch X Beispiele. Wie wirksam der Agenda-Setting-Effekt ist, „hängt von der Aufdringlichkeit (obtrusiveness) des Themas ab: Bei direkt erfahrbaren Themen (Wetter o. ä.) ist der Effekt geringer als bei Themen, die aus erster Hand kaum erlebt werden können (Kriege im Ausland o. ä.).“ (Zitat Wikipedia)

Im Umkehrschluss könnte man also auch lapidar sagen: „Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß.“

Aber das Thema ist natürlich medial zu groß, als dass man davor die Augen verschließen kann. Hinzu kommt, dass wir heutzutage durch das Internet und speziell durch Social Media eine völlig andere und eine wesentlich größere Medienlandschaft haben, als noch Anfang der 2000er. Und genau das macht unser (Seelen-)Leben so schwer.

Es ist ja beispielsweise nicht so – wie es oft dargestellt wird – dass dies der erste heftige Krieg in Europa ist. Und? Habt Ihr bei den Balkan- und Tschetschenienkriegen in der 90er Jahren oder in Georgien (2008) auch so eine Panik geschoben? Sicherlich nicht. Heute sind aber Nachrichten, Berichte, Fotos, Videos überall verfügbar, auf tausenden Kanälen, 24/7. Dazu kommt leider Gottes auch viel Fake-Quatsch, sensationsgierige Headlines und unqualifizierter Meinungsmüll auf Social Media. Das Konsumieren dieser allgegenwärtigen Schreckensnachrichten erzeugt eben negative Vibes, die sich durch den Austausch mit Gesprächspartnern noch hochschaukeln. Völlig normal.

Das mal vorweg zur vielleicht ersten Einordnung der generellen Angst, die Ihr spürt.

PUTIN – WAS FÜR EIN LOSER

Kommen wir zu Putin. Diese kleine Wurst. Vor dem habt Ihr Angst? Ernsthaft? Einer, der offenbar selbst so wenig Selbstbewusstsein hat, dass er 2007 bei einem offiziellen Treffen mit Angela Merkel bewusst seine Labradorhündin im Verhandlungsraum frei rumlaufen lässt – weil er um die Abneigung von Angie gegenüber Hunden wusste – um unsere Ex-Bundeskanzlerin einzuschüchtern? Der also von sich selbst im Vorwege denkt, dass er mit seinem politischen Auftreten eh nix reißen kann und deshalb sein Haustier benutzen muss, um den Dicken zu markieren. Wie unfassbar lächerlich kann man sich als Staatschef verhalten, bitte?

Nein, Putin ist ein Loser. Punkt. Auf ganz vielen Ebenen. Und das stellt er auch gerade unter Beweis.

In zahlreichen Artikeln, Videos und Fotos wird berichtet und gezeigt, wie chaotisch und hilflos geradezu das Vorgehen der russischen Armee ist. Dazu sollte man folgendes wissen: Insgesamt 14 Nachbarländer grenzen an Russland. Es ist die längste Grenze der Welt, die eben auch vom russischen Militär bewacht wird. Keine kleine Aufgabe. Laut Reuters hat Russland vor Kriegsbeginn ca. 190.000 Soldaten Richtung Ukraine zusammengezogen. Aktuell geht man davon aus, dass rund 60-75 Prozent aller verfügbaren Einheiten dort im Einsatz sind. Russland hat also nahezu alles, was es hat, an die ukrainische Grenze gebracht. Das bedeutet im Umkehrschluss: Soooo viel kommt da nicht mehr nach.

Was jetzt passiert ist: Russland jagt die zweite Garde einmal quer durchs Land, vom Osten ganz in den Westen, 9000 Kilometer. Das dauert locker über eine Woche, bis die Verstärkung in der Ukraine ankommt. Also… „Verstärkung“. Denn das, was sie jetzt an Fahrzeugen noch auffahren, darf getrost als Schrott bezeichnet werden.

Man findet jede Menge Berichte und Bildmaterial, die belegen, in was für einem erbärmlichen Zustand das russische Militärgerät offenbar ist. Panzer und Raketenwerfer haben keinen Sprit, weil die Logistik offenbar nie geplant wurde, und bleiben einfach am Straßenrand liegen. Reifen lösen sich auf oder die Fahrzeuge bleiben im Matsch stecken. Interessant (und durchaus belustigend) sind dazu die Tweets eines Reifen-Experten, der erklärt, wieso so ein Militärtruck doch ein bisschen gewartet werden müsste, wenn man plant, in den Krieg zu ziehen. Er endet mit: „Diese armen russischen Wehrpflichtigen sind so am Arsch.“

Die Besatzungen müssen sich sogar etwas zu essen klauen, weil ihr Proviant seit 2015 abgelaufen ist, oder hauen direkt demotiviert ab und desertieren. Die, die trotzdem noch durchhalten, panzern ihre Fahrzeuge gegen den heftigen ukrainischen Widerstand mit Birken – ja, BIRKEN! Improvisation pur.

Putin scheint seinen Krieg genauso geplant zu haben, wie ich früher meine willenlosen Studenten-Parties – mit dem Unterschied, dass meine Parties lustiger waren.

Und jetzt stellt Euch bitte vor, was passiert, wenn die NATO keinen Bock mehr auf dieses Theater hat und ernst macht. Wenn sie auf eine dann in Sachen Militärgerät und Personal bereits völlig ausgedünnte russische Armee träfe, die jetzt schon nicht mehr mit der Produktion und Versorgung von Material und Munition hinterher kommt. Und dabei haben sie noch nicht mal die Hauptstadt eingenommen.

Ganz ehrlich? Die Nummer wäre ratzfatz durch, wenn die NATO eingreift. Die Russen würden ja die Tarnkappen-Bomber der Amis nicht mal sehen, weil sie technologisch Jahrzehnte hinterher hinken. Dagegen könnt Ihr davon ausgehen, dass die Amis durch ihre hochentwickelte Militär-Technologie ALLES wissen: Wo welche Rakete stationiert ist, wo welcher Panzer steht und wo welche Bodentruppe unterwegs ist. Die fliegen da drei Mal mit den Jets drüber und nieten alles weg. Fertig.

Warum sie es nicht machen? Na ja, wegen den Atomwaffen halt. Meiner Meinung nach haben die NATO-Staaten längst erkannt, dass da nicht mehr wirklich viel kommen wird von Russland. Warum also unnötig provozieren? Ein Krieg auf konventionelle Weise: Keine, wirklich NULL CHANCE für Russland. Mit Atomwaffen? Ja, fies. Aber dafür müsste Putin halt erst noch ein paar Steps überwinden und mehrere Generäle von dem Einsatz überzeugen. Das kann ich mir mittlerweile nicht mehr vorstellen. Sein Standing wird ja aktuell nicht gerade besser, wenn man täglich(!) Milliarden(!!) rauspustet – ohne bislang zählbaren Erfolg.

Und damit kommen wir zum nächsten Problem für Putin: Das Geld.

Die westlichen Sanktionen greifen jeden Tag mehr. Die Ratingagenturen haben Russland auf Ramschniveau herabgestuft. Der Rubel stürzt völlig ab, so dass man kann keine benötigen Ressourcen im Ausland kaufen kann. Russland hat beispielsweise noch Fahrzeug-Ersatzteile für knapp zwei Monate. Das umfasst alles: Vom Traktor über Bus bis zum Raketenwerfer. Ich lache jetzt schon. Die russische Wirtschaft und das Leben dort wird in naher Zukunft komplett am Boden liegen.

Lasst ihn meinetwegen noch ein paar Städte in der Ukraine besetzen. Und dann? Ist sein Land pleite und abgeschnitten vom Weltmarkt. Bravo. Allen Russen wird es wesentlich schlechter gehen, als ohnehin schon. Dabei wendet sich das Volk ja jetzt bereits von ihm ab. Spätestens wenn die mit Westprodukten verwöhnten Oligarchen möglicherweise große Teile ihres Vermögens verloren haben, hat Putin echt nicht mehr viel zu lachen, glaube ich. Merke: Im 21. Jahrhundert gewinnt nicht automatisch derjenige Kriege, der die meisten Panzer hat.

Putin wird am Ende als absoluter Versager dastehen. Davon bin ich überzeugt. Und was so ein waschechter Narzisst ist, wird er mit dieser Schmach selbstverständlich nicht leben können. Zwei Auswege: Flucht oder… Suizid. Wie Hitler. (Hier habt Ihr es zuerst gelesen.)

JA, ABER CHINA…?

Einige von Euch befürchten noch, dass China eventuell seine Neutralität aufgeben könnte und Putin doch noch zur Seite springt. Auch das glaube ich nicht.

China verfolgt vornehmlich wirtschaftliche Ziele. Zum Beispiel wird der „Trans Eurasia Express“, eine Zugverbindung und Gütertransport zwischen Duisburg und China, seit 2008 kontinuierlich ausgebaut. Die Chinesen wären sicherlich alles andere als happy, wenn die Linie künftig durch unsicheres (Kriegs-)Gebiet führen würde und gar nichts einbringt. Oder Ihr könnt ja auch mal „neue Seidenstraße“ googeln. Außerdem, wie oben schon dargestellt, wird Russland wirtschaftlich gesehen für China zukünftig so interessant sein wie ’ne Scheibe Knäckebrot.

Was macht China also? Die gucken sich gerade in aller Ruhe an, wie Putin versagt. Und werden schön die Füße stillhalten. Denn – ganz ehrlich: Meint Ihr, die wollen so einen Loser als Partner? Never ever.

Also: Nicht schön alles, klar, aber kommt mal aus Eurer negativen Gedankenspirale raus. Machen wir so? Gut.

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