Fast Life. Fast Live.

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Lange nichts mehr gebloggt. Im vergangenen Jahr war nun insgesamt auch nicht soooo viel los. Das galt für meine Motivation gleichermaßen. Es wird also mal wieder Zeit. Themen gibt es genug, Arbeit nämlich auch. Seit Beginn des Jahres hatte ich noch nicht einen Tag wirklich frei, und wie toll ist es bitte, wenn die Projekte, an denen man seit Monaten arbeitet, endlich veröffentlicht werden.

Am 16. März um 9.30 Uhr ging beispielsweise die „Digital Perspective 21“ von Optimal Systems on air. Für OS und seine Tochterunternehmen habe ich ja schon öfters etwasgemacht – und was ich sehr mag: Der Marketingleiter kommt immer wieder mit neuen Ideen, Ansätzen und Wünschen um die Ecke, probiert viel aus, treibt an und ist dabei teils absolut dickköpfig, um seine Vorstellungen umzusetzen. Also eigentlich exakt so wie ich. Passt.

Und das war ein Projekt ganz nach meinem Geschmack: Von einer ersten Idee vom Kunden und einer direkten kleinen Kursänderung durch mich, über die gemeinsame Locationsuche, Weiterentwicklung und Ausgestaltung des Formats bis hin zur finalen Sendung. Die größte Hürde war eigentlich nur: Corona.

VOM WUNDER DER TERMINVERSCHIEBUNG

Der allererste Anruf kam im Juli 2020. Krass. ich musste selber gerade noch einmal nachschauen. Da wurde mir die erste Idee eines Videomagazins skizziert und die Frage gestellt, ob und wie ich das umsetzen könnte. Ab Oktober/November startete dann die konkrete Ausarbeitung des Formats.

Zunächst als Aufzeichnung angedacht, keimte auf Kundenseite schnell der Wunsch auf, die ganze Nummer live als Streaming-Event zu realisieren. Nachdem wir Anfang Januar zusammen auf Locationsuche in Berlin unterwegs waren, hatten wir unsere Traum-Location mit dem „Amplifier“ schnell gefunden. Und der Amplifier schrie geradezu nach „LIVE“! Wirklich eine tolle Location, perfekt für unseren Zweck, perfekt für ein Live-Event.

Im Februar musste ich allerdings die Euphorie recht abrupt stoppen und die Pläne nahezu komplett über den Haufen schmeißen. Es war schlichtweg unmöglich, das Event unter den geltenden Corona-Regeln der Stadt Berlin in der geplanten Form live durchzuziehen. Mein Vorschlag: Doch eine Aufzeichnung. Nur wann? Der (Live-)Ausstrahlungstermin war zu dem Zeitpunkt schon kommuniziert, u.a. auch auf Werbematerialien – Verschiebung unmöglich. Autsch. Ich ahnte, dass ich mir mit meinem Vorschlag keine großen Freunde machen würde, aber es war in meinen Augen unsere einzige Chance: Vorher aufzeichnen, damit wir am ursprünglichen Live-Termin tatsächlich on air gehen können.

Aber genau in dieser Situation zeigte sich die vertrauensvolle Zusammenarbeit. In einer Hauruck-Aktion wurden auf Kundenseite und bei uns die Speaker neu eingeladen, die Location umgebucht und die gesamte Crew und Technik eine Woche früher terminiert. Dass das bei fast 40 beteiligten Personen alles so reibungslos und schnell geklappt hat, grenzt fast an ein Wunder.

Und dann konnte es losgehen. Mit vier Kameras, einer Live-Regie und einer 14-Mann/Frau-Crew starteten wir am 9. März im Amplifier Berlin die große Show mit Speakern und Gästen, bei der das oberste Ziel war, den Live-Charakter trotz Aufzeichungsmodus nicht zu verlieren. Wir nahmen also (fast) „Live On Tape“ auf, über kleine Fehler konnten wir hinwegsehen, das gehört dazu.

Am 16. März ging dann die Sendung vormittags pünktlich zum kommunizierten Ausstrahlungstermin on air. Nur einen Tag später erreichte mich eine E-Mail voller Dank vom verantwortlichen Projektleiter. Diese knapp dreistündige „Software-Talkshow“ war offenbar ein voller Erfolg in der Kernzielgruppe.

Dieses Lob kann ich nur an meine Crew weiterreichen und bedanke mich bei Anna (Make-up), Camilo (Licht), Florian (Assistenz), Jan (Post-Produktion), Julian (Kamera), Lucas (Videotechnik), Luciano (DoP), Martin (Streaming), Nils (Produktionsleitung/Bildregie), Paul (Ton), Philipp (Aufnahmeleitung), und nochmal Philipp (Kamera).

Ich möchte das Dankeschön aber auch an meinen Kunden zurückgeben, denn schließlich haben dort Steffen, Jan-Matthias, Peter als Moderator, Kathrin, Nora, Lisa, Yung, Peggy, Marco und Sven als Redaktion und Organisatoren das Ganze mit Leben gefüllt. Wir brauchten es eigentlich nur noch abzufilmen. 🙂 Herzlichen Dank und bis zum nächsten Mal. Dann vielleicht ja auch wirklich live.

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